Wie du dein Leben entrümpelst

Alleine die Idee, das eigene Leben zu entrümpeln, kann überfordernd sein. Wo fängst du an? Wie sollst du das nur schaffen? Und was ist, wenn du es nicht schaffst? Ist das überhaupt das Richtige für dich? Musst du nicht auf so viel verzichten? Eigentlich ist es momentan doch gar nicht so schlimm.

Es wäre überaus schade, wenn du dich von solchen Gedanken abhalten lassen würdest. Das eigene Leben zu entrümpeln, ist sicherlich nicht immer so einfach. Dann musst du kreativ werden und gute Wege finden. Lass uns schauen, wie du anfangen kannst.

Starte in ganz kleinen Schritten

Fange mit nur 5 Minuten an. Statt dich sofort an die großen Themen zu machen, kannst du mit winzigen Sachen anfangen. 5 Minuten hat jeder. Kleine Schritte erscheinen dann auch nicht mehr so groß, oder? Wenn du täglich nur wenige Minuten investierst, kannst du schnell große Veränderung bewirken.

Erstelle dir eine Entrümplungsliste

Ohne Orientierung ist jeder Anfang schwer. Erstelle dir eine Liste mit allen Bereichen, die du entrümpeln möchtest. Kleiderschrank, Küchenschränke, Box unterm Bett, Rucksack, Porte­mon­naie usw. Mit dieser Liste hast du sofort einen Überblick, was du als nächstes angehen kannst. 

Besuche dich selbst

Stell dir vor, du kommst zum ersten Mal in deine Wohnung. Was würde dir auffallen? Was würde dich stören? Was würdest du dir wünschen? Besuche dich selbst und mache dir dabei Notizen. Bestimmte Sachen fallen uns in unseren eigenen 4 Wänden nicht mehr auf. Schließlich sind sie schon normal geworden. Indem du in eine andere Rolle schlüpfst, kannst du eine andere Perspektive bekommen.

Lade Freunde ein

Das hört sich vielleicht komisch. Doch warum lädst du nicht einfach ein paar Freunde ein, die dir beim Entrümpeln helfen? Mach etwas leckeres zu essen. Hört Musik dabei. Unterhaltet euch. Gemeinsam kann das Ganze richtig Spaß machen. Vielleicht freut sich auch einer deiner Freunde über ein Kleidungsstück, dass du nicht mehr trägst.

Gib täglich 1 Sache weg

Das ist wieder eine gute Möglichkeit, sehr klein zu beginnen. Wenn du es 1 Jahr durchziehst, hast du am Ende des Jahres 365 Dinge weggegeben. So kannst du dich darin üben, Dinge loszulassen. Wenn du willst, kannst du die Zahl natürlich auch erhöhen.

Fülle einen Umzugskarton

Setze dir als Ziel, einen kompletten Umzugskarton mit Sachen zu füllen, die du spendest. Anfangs kommt dir der Karton vielleicht sehr groß vor. Doch du wirst überrascht sein, wie schnell er sich füllt.

Starte eine Verkaufsaktion

Versuche möglichst viele ungenutzt Dinge zu verkaufen. So kann sich jemand anderes, an diesen Dingen erfreuen. Gleichzeitig kannst du dir ein kleines Taschengeld holen. Teilweise kann auch schnell eine größere Summe zusammenkommen. Ebay-Kleinanzeigen und ähnliche Plattformen machen den Prozess sehr einfach. Für viele ist es sehr motivierend, wenn sie für ihre Sachen auch noch etwas Geld bekommen. So wird das Entrümpeln richtig leicht.

Spende alle ungenutzten Klamotten

Sicherlich hast du einige Klamotten, die du nie trägst. Trenne dich von ihnen. Wenn du es nicht sofort übers Herz bringst, kannst du sie erstmal in ein Karton tun. Alles was du nach einigen Monaten immer noch nicht getragen hast, kommt weg.

Die 12–12–12 Herausforderung

Identifiziere 12 Dinge, die du wegschmeißt. Identifiziere 12 Dinge, die du verschenkst. Identifiziere 12 Dinge, die du ihrem rechtmäßigen Besitzer zurückgibst.

Vorher und nachher Fotos

Solche Fotos werden oft beim Abnehmen gemacht. Sie dienen zur Motivation, indem man den eigenen Fortschritt besser sieht. Warum nicht solche Fotos zur Entrümplung nutzen? Mache einfach ein Foto von einem kleinen Bereich, den du entrümpeln möchtest. Dann mach dich ans Werk. Anschließend machst du vom gleichen Bereich – nur aufgeräumt – wieder ein Foto. Solche Vorher und nachher Fotos motivieren dich, weiterzumachen. Du bekommst ein Bild davon, wie anders alles aussehen könnte.

Auszeit

Gibt doch einfach mal einigen Dingen eine Auszeit. Räume einige Dinge in eine Kiste und stelle sie für eine gewisse Zeit weit weg. So kannst du herausfinden, wie es ist, ohne diese Sachen zu leben. Du gönnst dir also eine Auszeit von diesen Sachen. Da du sie nicht gleich weggibst, ist die Hürde deutlich niedriger. Es ist ja nur für eine gewisse Zeit. Anschließend kannst du entscheiden, ob du sie behalten oder endgültig weggeben möchtest.

Es ist egal, wie du beginnst. Hauptsache du beginnst. Du kannst einige dieser Taktiken nutzen oder deine eigenen finden. Überwinde den inneren Wiederstand. Es erwartet dich so viel Freiheit und Leichtigkeit, wenn du dein Leben entrümpelst. Wer weiß, was du alles entdeckst – in deinen Räumen und in dir.

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