Verhaltensänderung

Fokus nur mit Perspektive

So viele Menschen leben in ständiger Ablenkung. Unentwegt auf ihre Umgebung reagierend. Teilweise völlig ohne Fokus.

Erst wenn etwas nicht stimmt. Wenn etwas wirklich wehtut, fokussieren wir uns darauf. Dann wollen wir es ändern und lösen. Doch ist das nicht genau eine Situation, in der wir nicht zu stark fokussieren sollten?

In Momenten, in denen etwas schlecht läuft, lohnt es sich, etwas Abstand zu gewinnen. Zu schauen, was zeitlos an dieser Situation ist. Welche grundlegenden Prinzipien wirken.

Lasst uns deutlich fokussierter durchs Leben gehen. Doch immer mit der richtigen Perspektive.

Du bist heute, was du gestern getan hast

Wir sind plastisch. Wir interagieren mit unserer Umgebung und passen uns an. Nicht nur über Generationen. Nein, du passt dich an. Bist ständig im Wandel. Mehr als du dir bewusst bist.

Dein Körper passt sich daran an, was du isst.
Dein Geist passt sich daran an, was du denkst.
Deine Seele passt sich daran an, was du liebst.
Deine Gewohnheiten passen sich daran an, was du ständig tust.
Womit du dich heute nährst, ist wer du morgen sein wirst.
Also, wähle weise.

Deine Gewohnheiten bestimmen deine Ergebnisse

Deine Ergebnisse sind ein verzögertes Maß deiner Gewohnheiten. Sie geben dir einen relativ guten Rückschluss, was du in junger Vergangenheit kontinuierlich getan hast.

Die Anzahl und Qualität deiner Freundschaften ist ein verzögertes Maß deiner sozialen Gewohnheiten. Dein Gewicht ist ein verzögertes Maß deiner Ernährungsgewohnheiten. Deine finanzielle Situation ist ein verzögertes Maß deiner finanziellen Gewohnheiten. Deine Wissen ist ein verzögertes Maß deiner Lerngewohnheiten. Du bekommst und wirst, was du tust.

Wenn du ändern möchtest, was du bekommst, musst du verändern, was du kontinuierlich tust. Frag dich: Unterstützt mein momentanes Verhalten mein langfristiges Ziel?

Tue täglich, wer du sein willst

Manchmal geht es nicht darum, was du machst. Manchmal ist es wichtiger, dass du es machst. Nicht dass du produktiv bist. Sondern dass du aktiv bist. Dass du kontinuierlich dran bleibst.

Es ist egal, ob es um Ernährung, Fitness, Schreiben, Interviews, Lernen oder etwas anderes geht. Wichtig ist, dass du dabei bleibst. Täglich daran arbeitest, dein Ziel zu erreichen. Deine Gewohnheiten prägen, wer du letztendlich bist. Du wirst, was du täglich tust.

Keine weiteren Ausreden mehr

Es gibt sicherlich viele Gründe, warum du Sachen nicht tust, obwohl du es eigentlich willst. Doch wenn wir wirklich ehrlich sind, dann sind die meisten nur Ausreden. Du hast keine Zeit? Womit verbringst du dann deine Zeit? Du hast kein Geld? Wofür gibst du es denn aus? Du bist nicht motiviert? Dann ist es wohl doch nicht so wichtig.

Ich möchte definitiv nicht sagen, dass alles nur Ausreden sind. Es ist auch egal, ob es ein “realer” Grund ist oder nur eine Ausrede. Ausreden sind auch real. An vielen ist meistens etwas dran. Es wäre zu einfach zu sagen, wir stehen uns nur selbst im Weg. Doch oft ist es doch genau das. Wir tun nicht das, was wir tun wollen. Aus verschiedenen Gründen. Lass uns nicht weitere Gründe oder auch Ausreden finden, warum etwas nicht geht. Lass uns stattdessen Wege finden, etwas zumindest im Kleinen zu realisieren.

Erfinde dich neu

Leben ist Veränderung. Ob es dir gefällt oder nicht. Auch du veränderst dich. Die Frage ist also nicht, ob du dich veränderst, sondern ob du den Prozess gestaltest. In einer Welt die ständig im Wandel ist, reicht es nicht, kontinuierlich etwas zu tun. Auch wir müssen uns weiterentwickeln. Nicht immer. Nicht alles. Doch immer wieder.

Sich selbst neu zu erfinden, bedeutet gleichzeitig Altes loszulassen. Es bedeutet manchmal Sachen, die jetzt funktionieren, aufzugeben. Keine Schöpfung ohne Zerstörung. Keine Geburt ohne Tod. Nichts Aktives ohne etwas Passives.

Dir ist bewusst, dass du dich veränderst. Älter wirst. Dass sich die Welt um dich herum verändern. Wehre dich nicht dagegen. Öffne dich dem Prozess. Gestalte ihn. Erfinde dich immer wieder neu.

Momentum

Starten ist schwer. Es erfordert oft einiges an Energie, um etwas ins Rollen zu bringen. Wir Menschen sind träge. Darum werden neue Vorhaben nach nur kürzester Zeit fallengelassen.

Etwas einfach weiterzumachen, ist meistens leichter. Der Widerstand ist meistens größer, wenn du etwas verändern willst. Nutze dies. Starte ganz klein. Bring es irgendwie in Bewegung. Dann mache ganz kleine Schritte. Zu klein um zu scheitern. Nutze das Momentum. Schon bald hast du genügend Schwung, sodass du mitgezogen wirst.

Den Weg zu kennen, reicht nicht aus

Du weißt, was du tun musst. Du hast viel darüber gelesen und gehört. Viele andere sind den Weg schon erfolgreich gegangen. Du kennst den Weg. Weißt, wo er lang führt. Doch das reicht nicht. Es reicht nicht, den Weg zu kennen.

Es macht einen Unterschied, ob du den Weg kennst oder ob du den Weg gehst.

Es ist etwas komplett anderes, wenn du den Weg selbst gehst. Wenn du täglich die Hindernisse überwinden musst. All die Mühe und Energie aufbringen musst. Es reicht nicht, etwas nur zu kennen. Du musst den Weg auch gehen. Sei dir diesem Unterschied immer bewusst.

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