Start

Der Anfang. Ein magischer Moment. Voller Spannung. So viel Ungewissheit. Wo wird es hingehen? Wie wird es sich entwickeln? Wird es mir gefallen?

Wir starten ständig etwas. Daher lohnt es sich, das Starten ein wenig näher zu beleuchten. Doch lass uns das Thema »Starten« nicht unnötig kompliziert machen. Das schaffen wir schon alleine.

Wir alle haben schon mal etwas begonnen. Du hast schon unzählige Male etwas gestartet. Tatsächlich tust du es ständig. Immer wieder beginnst du etwas. Unaufhaltsam beginnen Dinge. Ganz unabhängig davon, ob du es willst oder nicht. Jeder Augenblick ist ein Anfang.

Daher könnte man meinen, wir wären Experten in Sachen »Starten«. Schließlich haben wir es schon unzählige Male getan und noch viel öfter erlebt. Unsere 10.000 Stunden hat jeder schon hinter sich. Doch nur weil wir etwas oft machen, heißt es nicht, dass wir es auch können oder gar gut darin sind.

Hast du dich jemals wirklich mit dem Anfangen beschäftigt? Es nicht einfach nur irgendwie getan, sondern dich wirklich damit auseinandergesetzt? Wahrscheinlich nicht. Und trotzdem meinen wir, dass es sich um etwas sehr Banales und Einfaches handelt. In der Tat ist der Start etwas überaus simples. Gleichzeitig absolut nicht so banal, wie es auf Anhieb scheint.

Oft meinen wir, dass das der Start an sich kein Problem sei. Es sei eher, was du beginnen möchtest. Doch ist es wirklich so?

Lass uns mal eine andere Perspektive gegenüber dem Starten annehmen: Eigentlich gibt es gar keinen Start. Jeder Start ist nur die Folge eines Endes. Nichts weiter als ein Übergang. Und natürlich gibt es immer wieder einen Neubeginn. Jeder Augenblick ist ein Start. Etwas völlig Neues und Einzigartiges. Und gleichzeitig auch wieder nicht. Alles ist in etwas viel größeres eingebetet. Ohne Start und Ende.

Auch wenn wir uns nur auf dich fokussieren, ergibt sich ein interessantes Bild. Für dich gibt es auch keinen wirklichen Start – zumindest nicht mehr. Du könntest deine Geburt als Start ansehen. Dein Tod wird ein Ende sein. Ob nun ein endgültiges oder nicht, zumindest wird es ein Ende sein. Doch dazwischen? Dazwischen kannst du viele neue Sachen anfangen. Vieles starten. Doch eigentlichen sind sie nur Teil deines Lebens.

Eigentlich ist es unmöglich, komplett neu mit etwas zu beginnen. Alles ist nur ein Übergang. Eine Veränderung. Denn du lebst bereits. Alles was du tust, ist dich anders zu verhalten. Eine neue Ernährung beginnen? Du hast bereits gegessen, jetzt isst du weiterhin. Du hast geatmet, jetzt atmest du weiterhin. Du hast dich bewegt, jetzt bewegst du dich weiterhin. Du hast Projekte verfolgt, jetzt tust du das weiterhin.

Und natürlich kann jede dieser Veränderungen für dich ein Start sein. Ein Neubeginn. Und gleichzeitig nicht. Gleichzeitig ist es nur eine kleine Veränderung. Also nimm die ganze Sache nicht so ernst. Nimm den Druck raus. Es ist kein jetzt oder nie. Kein »Es-wird-keine-2.-Chance-geben«. Alles ist ein Prozess. Und das tolle daran: du kann ihn gestalten. Es liegt an dir, aktiv zu werden und etwas zu beginnen.

Also, lass uns rausgehen und etwas Wunderbares starten!

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