Schämst du dich für deine Fehler?

Was erzählst du jemandem, wenn du über dich und deine Vergangenheit sprichst? Es kommt sicherlich darauf an, was das für ein Mensch ist. Doch wem würdest du alles von deinen Fehlschlägen und Dummheiten erzählen?

Oft meinen wir, dass wir alles perfekt machen müssten. Das es sofort richtig sein muss. Ebenso wünschen wir uns oft, dass wir keine Fehler in der Vergangenheit gemacht hätten. Ist das nicht irgendwie schade? Letztendlich sind all diese Erfahrungen Teil von uns. Sie haben uns geprägt und wir konnten von ihnen lernen. Wäre es nicht sinnvoll, all die ”schlechten“ Erfahrungen anders zu betrachten. Im Businessbereich tut man dies inzwischen sehr häufig. Das Zitat von Reid Hoffman, einem Mitgründer von LinkedIn, trifft es sehr gut:

»Wenn dir die erste Version deines Produktes nicht peinlich ist, hast du es zu spät auf den Markt gebracht.«

Warum gehen wir nicht mit einem ähnlichen Ansatz unser eigenen Leben an? Letztendlich sollte unser Fortschritt und unsere Entwicklung im Vordergrund stehen. Nicht, ob wir etwas an einem bestimmten Tag besonders gut gemacht haben.

Wenn du nicht bei manchen Sachen den Kopf schüttelst, die du ein oder zwei Jahre zuvor gemacht hast, dann hast du dich wahrscheinlich kaum weiterentwickelt. Denkst du immer noch genauso wie damals? Oder ist es eher so, dass du immer nur auf Nummer sicher gehst? Dass du versucht, niemals Fehler zu machen? Das wäre wohl nicht besser.

Wir sollten uns nicht für unsere Fehler schämen. Damals wussten wir es nicht besser. So konnten wir lernen. Wir sollten uns eher dafür schämen, wenn wir aus unseren Fehlern nicht lernen.

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