Nutze nur Tools, die du auch gerne benutzt

Technik macht unser Leben in vielen Situationen deutlich leichter. Durch die geeigneten Tools können wir produktiver sein. Wir können Sachen machen, von denen man früher nicht mal gewagt hätte, zu träumen. Doch gleichzeitig können Tools unser Leben auch schwer machen.

Wenn wir etwas nicht beherrschen oder nicht gerne benutzen, wird dies unsere Produktivität deutlich mindern. Die Sachen, die eigentlich dazu da sind, um uns zu helfen, stehen uns auf einmal im Weg. Früher dachte ich, dass es gut wäre, wenn ein Tools mehr Funktionen hat. Mehr Funktionen bedeuten mehr Möglichkeiten, richtig? Auch wenn das in der Theorie so sein mag, sieht die Praxis ganz anders aus.

Viele Tools sind so komplex, dass sie einen bei bestimmten Aufgaben nicht mehr optimal unterstützen. Vielleicht mag es Menschen geben, die alle Funktionen benötigen. Doch brauchst du sie? Falls nicht, dann lenken sie dich wahrscheinlich nur davon ab, was du eigentlich tun willst. Letztendlich ist es eine Frage, was für ein Tool du haben möchtest. Ein Schweizertaschenmesser mit dem du “alles” tun kannst. Oder ein ganz bestimmtes Messer mit dem du eine Sache besonders gut machen kannst.

Lass mich das Ganze an einem Beispiel verdeutlichen. Nehmen wir an, du möchtest einen Text wie diesen schreiben. Da ich ihn auf meinem Blog veröffentliche, ist die Formatierung mehr oder weniger egal. Welches Tool ist dafür gut geeignet? Sicher das, welches du gerne benutzt und gut beherrscht. Doch auch wenn Word (oder die meisten anderen Textverarbeitungsprogramme) viele Funktionen hat, dienen die meisten nicht, meine Aufgabe besser zu machen. Ich will ja nur einen Text schreiben. Tatsächlich stören sie mich sogar dabei. Ein minimalistisches Tool wie der iA Wirter scheint mir deutlich geeigneter. Es lenkt mich nicht ab. Er bieten alles, um produktiv einen Text zu schreiben. Nicht mehr, nicht weniger.

Ich möchte nicht sagen, dass viele Funktionen schlecht sind. Ich meine nicht, dass irgendwelche Tools besser sind als andere. Was ich meine: Was ist das Richtige für dich?

Gib dich nicht mich Sachen zufrieden, die du nicht gerne nutzt. Nur weil etwas mehr Funktionen hat, ist es nicht automatisch besser. Im Laufe der Zeit habe ich das Gegenteil festgestellt. Die Reduktion auf die wichtigen Funktionen ist meist die bessere Wahl. Natürlich ist das schwer. Es ist so viel einfacher, einfach alle möglichen Funktionen in ein Produkt zu stecken. Denn zu erkennen, was der Nutzer wirklich will und braucht, ist schwer.

Wären wir Maschinen, wären mehr Funktionen sicherlich besser. Doch da wir es nicht sind, ist die Benutzerfreundlichkeit genauso wichtig. Tools die genau das und nur das richtig gut machen, was du machen möchtest, sind besser als solche, die alles gut oder vielleicht sogar nur durchschnittlich tun.

Es ist irgendwie ironisch, dass wir heutzutage die Funktionsfähigkeit unserer Tools einschränken, damit wir mit ihnen produktiver sind. Doch so ist es. Denn mehr ist nicht besser.

Nutze keine Sachen, nur weil andere meinen, dass sie “besser” seinen. Stattdessen nutze die Sachen, die du liebst und dich unterstützen, genau das zu tun, was du tun willst.

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