Fokussiere dich auf den Weg vor dir

Kennst du das Gefühl, dass du dich überfordert fühlst? Dass du nicht weißt, wo du anfangen sollst? Du möchtest etwas tun, doch alles scheint so unklar. So überwältigend. Vielleicht ist es ein großes Projekt. Vielleicht willst du endlich den Keller aufräumen. Ein Buch schreiben. Eine neue Geschäftsidee entwickeln. Vielleicht auch einfach morgens aus dem Bett kommen – Ok, das ist es nicht wovon ich spreche. Viele Sachen erscheinen uns groß, schon fast unbewältigbar. Doch meist nur solange wir sie als Ganzes betrachten.

Wir können ewig vor unserem Vorhaben stehen und uns nicht bereit fühlen. Nicht gewachsen für solch eine riesige Aufgabe. Und das sind wir nicht. Sie ist zu groß für uns. Doch das bedeutet nicht, dass wir sie nicht anfangen können. Wir können einen ersten kleinen Schritt machen. Und dann einen weiteren. Und noch einen. Und vielleicht schaffen wir es sogar am Ende anzukommen. Unser Vorhaben tatsächlich zu realisieren. Jedoch nur, wenn wir nicht vorher alles verstehen und sehen wollen. Wir in den Prozess vertrauen. Dass wir unterwegs schon herausfinden, wohin es uns verschlägt.

Wenn du in der Nacht eine lange Strecke mit dem Auto fahren möchtest, musst du nicht den ganzen Weg bis ins Detail kennen. Ja, du solltest dein Ziel kennen. Zumindest die Richtung. Doch alles andere wird sich ergeben. Es reicht, wenn deine Scheinwerfer die Straße vor dir nur wenige Meter sichtbar machen. Sobald du sie erreichst, wird wieder etwas vom Weg sichtbar. Es reicht, wenn du genug siehst, um keinen Unfall zu machen und dich nicht zu verirren. Du musst nicht bereits zu Beginn den ganzen Weg kennen.

Wenn immer du vor einem großen Vorhaben steht, denk daran, kleine Schritte reichen. Meistens bringen sie dich sogar am schnellsten ans Ziel. Und falls du mal doch einen Schritt in die falsche Richtung tust, kannst du ihn einfach wieder korrigieren. Du kannst davon lernen und nun noch bessere Schritte machen. Am Ende wollen wir doch eh nicht ankommen. Alles sind nur Zwischenstopps.

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