3 Glaubenssätze

Wir haben über 3 bedeutsame Prinzipien des Essentialismus gesprochen. 1. Es gibt individuelle Entscheidungen 2. Störungen sind überall 3. Kompromisse sind unausweichlich

Diese Prinzipien sind mit Glaubenssätzen verbunden. Doch die meisten Menschen unseres modernen Lebens haben entgegengesetzte Glaubenssätze. Diese Glaubenssätze gilt es zu ersetzen und uns von ihnen zu befreien. Vielen Menschen gehen mit folgendem Mindset durchs Leben. 1. »Ich muss« 2. »Alles ist wichtig« 3. »Ich kann beides tun«

Diese Annahmen behindern uns, uns auf die wesentlichen Dinge zu fokussieren. Sie sind oft die Quelle für Leid und Stress. Lass uns schauen, wodurch wir diese Glaubenssätze ersetzen können.

»Ich muss«

Das hält sich bei vielen Menschen sehr stark. Schließlich haben wir alle irgendwie Verpflichtungen. Wir müssen arbeiten. Wir müssen dieses Leben so führen. Wir müssen dieses Verhalten aufrechterhalten. Doch wenn wir mal mit etwas Abstand schauen, müssen wir eigentlich nichts davon. Das Einzige, was wir müssen, ist zu sterben. Das ist unausweichlich. Alles andere ist eine Entscheidung. Wir entscheiden uns, weiterhin dort zu arbeiten, damit wir Geld für unseren Lebensunterhalt haben. Wir entscheiden uns, für unsere Kinder zu sorgen, weil wir sie lieben und es das Richtige zu tun ist. Wir entscheiden uns dafür, weiter zu atmen, da wir weiter leben wollen. Was immer du tust, es ist deine Entscheidung.

In den meisten Fällen kannst du konsequent das Wort »muss« doch »wähle« austauschen. Du wählst, etwas zu tun. Das bringt eine völlig andere Perspektive auf die Sachen.

»Alles ist wichtig«

Alles ist definitiv nicht gleich wichtig. Tatsächlich sind nur sehr wenige Sachen wirklich bedeutsam. Trenne dich von der Vorstellung, dass alles dringlich und wichtig ist. Hat es Folgen, wenn du manche Sachen nicht mehr tust? Natürlich. Doch in den meisten Fällen passiert nichts schlimmes. Was wir als wichtig bezeichnen, kommt in so vielen Fällen von der Gesellschaft. Tatsächlich gibt es gar nicht so viel, dass uns wirklich glücklich macht. Gut so. Fokussiere dich darauf. Vergiss den Rest. Denn das ist nicht wichtig.

»Ich kann beides tun«

Du kannst definitiv nicht alles tun. Zu oft versuchen wir alles unter einen Hut zu bringen. Alles zu erreichen und alle glücklich zu machen. Alle Erwartungen zu erfüllen. Wo landen wir damit? Oft auf der eigenen Nase. Nicht selten mit einem harten Aufprall. Du kannst nicht alles tun und du willst auch gar nicht alles tun.

Es ist völlig in Ordnung, wenn du Sachen verpasst. Sei froh darüber. Wenn du mit den Gedanken immer dort bist, wo du gerade nicht bist, dann bist du nirgendwo. Versuche, nicht alles erledigen zu wollen. Versuche, nicht jeden glücklich machen zu wollen. Versuche, das Wichtige zu erkennen und zu machen. Du kannst alles Beliebige tun, aber du kannst nicht alles tun.

Das waren drei Glaubenssätze, die uns in so vielen Hinsichten immer und immer wieder limitieren. Ersetze sie durch andere, die dir nützlich sind. Wie wäre es mit den Folgenden?

  1. Ich muss nicht, ich wähle …
  2. Nur sehr wenige Sachen sind wirklich wichtig.
  3. Ich kann alles Beliebige aber nicht alles machen.
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